Christian Sengewald

Gesichter des Puppentheaters – Kurzportraits Nr. 3

Christian Sengewald, Puppenspieler
 
1. Christian, Du hast in Berlin Puppenspiel studiert, warst dann am Thalia Theater Halle engagiert. Du hast auch in verschiedenen Filmen gespielt. Seit der Spielzeit 2014/2015 bist Du am Puppentheater. Wieso jetzt Puppentheater? Was interessiert Dich am Puppentheater allgemein und im besonderen an Halle?

Christian: Ich hatte das große Glück, seit meinem Studium in ganz unterschiedlichen Bereichen des Theaters tätig sein zu können. Puppenspiel war immer Teil meines Schaffens. Puppen können eine Kraft und Wirkung auf der Bühne entfalten, die Darstellern aus Fleisch und Blut unerreichbar ist. Das hat mich immer fasziniert.

Vor drei Jahren bin ich Vater geworden und kurz darauf nach Leipzig gezogen. Durch meine Engagement am Puppentheater Halle habe ich das große Glück, nicht mehr ganz so unstet in der Welt umherziehen zu müssen und auch Zeit mit meiner Tochter verbringen zu können. Daß das Puppentheater in Halle einen excellenten Ruf hat ist mir ein großer Ansporn.

 

2. Welche Inszenierung des Puppentheaters würdest Du besonders empfehlen?

Christian: Mir hat das “Konzert für eine Taube Seele” sehr gut gefallen. Für Zuschauer, die Herausforderungen nicht scheuen, kann ich vielleicht die neueste Inszenierung am Puppentheater empfehlen, die am 30. September in Halle Premiere haben wird.

 

3. In welcher Inszenierung können wir Dich demnächst sehen?

Christian: Mich kann man tatsächlich in dem Stück “Das Bauchrednertreffen” in der Inszenierung von Gisele Vienne als nächstes sehen. Nach der Sommerpause fangen wir an “Liebe in den Zeiten der Cholera” zu probieren, inszeniert vom Intendanten des PT Halle, Christoph Werner.

 

4. Das besondere am Puppentheater ist ja, das es Stücke für Kinder und Erwachsene gibt. Welches ist das schwierigere Publikum? Für wen spielst Du lieber? (Wenn man das so fragen kann)

Christian: Ich habe da keine Präferenz! Ich spiele sehr gern für Kinder, mag deren unmittelbare Art zu reagieren. Als Darsteller weiß ich sofort, ob etwas ankommt oder nicht. Für Erwachsene zu spielen läßt mir als Darsteller mehr Möglichkeiten, verschiedene Mittel auszuprobieren. Beides möchte ich nicht missen.

 

5. Was machst Du (gern), wenn Du gerade nicht im Theater bist?

Christian: Ich bin gern draußen in Feld und Flur, versuche auch manchmal schwimmen zu gehen. Im Sommer im See oder im Freibad, im Winter gern in der schönen Schwimmhalle in Halle Neustadt ;-) Dort trifft man dann auch manchmal Kollegen.