Kerstin-Daley-Baradel

Gesichter des Puppentheaters – Kurzportraits Nr. 1

Kerstin Daley-Baradel Puppenspielerin, engagiert von 2005 – 2014

 

1. Du verlässt das Puppentheater in Halle, wohin soll es gehen? Was wird kommen?

Ich gehe in die Nähe von Freiburg im Breisgau in das kleine idyllische Glottertal.
Diese Gegend hat für mich einige Vorteile: eine landschaftlich und klimatisch schöne Gegend (ist immer warm und bietet guten Wein), der Lebensstandard ist relativ hoch und sie liegt im Dreiländereck Frankreich, Deutschland, Schweiz und damit näher an der Familie meines Mannes, der aus Italien stammt.
Ich werde freischaffend tätig sein.

2. Bleibst Du dem Haus verbunden? Wenn ja, wie?

Ja! Neun Jahre sind eine lange Zeit und haben eine enge Verbindung zu Halle geschaffen.
In DER SPIELER, DAS BLAUE LICHT und MATTI UND SAMI werde ich weiterspielen. Es wird auch eine Neuproduktion geben. In der Produktion der bekannten französischen Regisseurin Gisèle Vienne werde ich dabei sei. Premiere: 9.7.2015

3. Was zählst Du zu den Höhenpunkten Deiner Arbeit in Halle? Hast Du eine Lieblingsrolle?

Zu den spannendsten Arbeitsprozessen in den letzten 9 Jahren gehören die Produktionen DAS DSCHUNGELBUCH in der Regie von Christoph Werner gemeinsam mit Lars Frank und WENN ES NACHT WIRD – MÄNNER AM RANDE DES NERVENZUSAMMENBRUCHS in der Regie von Christian Weise.
DIE BUDDENBROOKS ist eines meiner Lieblingsstücke. Die TONI BUDDENBROOK war eine große spielerische Herausforderung, auch die Puppe war anspruchsvoll zu spielen. Die sehr schönen, naturalistischen Puppen hatte Hagen Tilp gebaut.
Die größte Herausforderung war die Isabela in ISABELLAS ROOM in der Regie von Annette Dabs. Meine Lieblingsrolle war DIE GNÄDIGE aus der OSTSEEBALLADE (Regie: Christoph Werner), eine reiche, alte Frau die herrlich aristokratisch unverschämt war.